Die Galerie:


Die Kellergalerie der Büchergilde veranstaltet in zwei Ausstellungsräumen sechs Ausstellungen
pro Jahr. Der Schwerpunkt liegt auf der Präsentation zeitgenössischer Grafiker, Fotografen und der Nachwuchsförderung. So stellen die Studierenden der Fachhochschule Wiesbaden, Fachbereich Gestaltung, unter der Leitung von Prof. Dr. B. Röhl jährlich ihre aktuellen Arbeiten aus.

In der Kellergalerie vertretene Künstler:

Klaus Böttger, 1942 – 1992. 1963 – 1969 Studium an der Hochschule für Kunsterziehung, Mainz
sowie Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Biologie an der Gutenberg-Universität, Mainz.
1969 Staatsexamen, danach freischaffend.
Klaus Böttger hat ein Werk von alleine über 600 Radierungen geschaffen, die in vier Werkverzeichnissen dokumentiert sind. Besonders bekannt sind seine Arbeiten über H.C. Andersen und seine 12-teilige Radierfolge „Weltsprache Musik“.

Klaus Süß, 1951 in Crottendorf/Erzgebirge geboren, illustrierte u.a. für die Büchergilde Prosper
Mérimées Novelle Carmen. Seine expressionistische Handschrift ist als sein Markenzeichen
mittlerweile auch international gefragt, 2005 hatte er seine erste Einzelausstellung in den USA.

Peter Rensch, 1956 in Berlin geboren, absolvierte eine Schriftsetzerlehre und studierte anschließend Typographie. Seit 1983 arbeitet er als freier Maler, Grafiker und Filmemacher, zunächst in Berlin
Ost, ab Mitte der 80er Jahre in Berlin West. Zusammen mit Inga Rensch betreibt er die ANDANTE
Handpresse in Berlin.

Detlef Karsten, 1958 in Hannover geboren, Studium an der Städelschule in Frankfurt, lebt und
arbeitet in Wiesbaden.

Dagmar Zemke, 1958 in Chemnitz geboren, studierte von 1978 – 1982 an der Kunsthochschule Berlin Weißensee unter anderem bei Werner Klemke und Volker Pfüller. Sie wurde von der Hochschule
relegiert, als ihr Vater einen Ausreiseantrag stellte. Nach der Ausreise in die BRD zog die Künstlerin
drei Kinder groß und konnte erst danach wieder voll in ihre künstlerische Arbeit einsteigen –
und das furios.

Günther Stiller, 1927 in Hamburg geboren, gehört zu den wichtigsten Künstlern der Buchkunst in Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg. Direkt nach Kriegsende studierte Stiller an der damaligen „Landeskunstschule“, der späteren Akademie für Bildende Künste in Hamburg. Seit den
Fünfzigerjahren lebt er als freischaffender Künstler im Taunus bei Wiesbaden.
Für die Büchergilde schuf er zahlreiche herrliche Buchillustrationen, u.a. zu Gogol, Ein Abend auf
dem Vorwerk (1962), Brecht, Kalendergeschichten (1968), Melville, Moby Dick (1968), Heinrich
Mann, Professor Unrat (1974), Grass, Katz und Maus (1977), 3 Bände Kurt Tucholsky (1982 – 85).
Große Einzelausstellungen zeigten u.a. das Gutenberg-Museum Mainz und das Offenbacher Klingspor-Museum. Am 3.6.2007 wurde im Museum Burg Wissen in Troisdorf eine große Ausstellung eröffnet.
Der Büchergilde artclub legt zu Stillers 80. Geburtstag zwei sehr typische, ältere Holzschnitte des
Künstlers auf, deren Platten noch nicht in Auflagen gedruckt wurden.